Ängste und Phobien

Angst sichert unser Überleben

Angst ist eine Grundemotion des Menschen, die sein Überleben sichert.
Sieht der Mensch seine körperliche oder seelische Unversehrtheit in Gefahr und bedroht, setzen Ängste eine Art Notfallprogramm in Gang, dass ihn in die Lage versetzt, angemessen zu reagieren, um das eigene Wohlergehen wieder herzustellen und zu sichern. Eine kontrollierbare Stressreaktion lässt uns die Herausforderung annehmen. Wir kämpfen, flüchten oder verhalten uns unauffällig, nehmen Anpassungen vor oder leiten Veränderungen ein. Wir suchen nach bekannten oder entwickeln neue Lösungsstrategien, bis unsere Sicherheit, Stabilität und innere Ordnung wieder hergestellt ist. Aus einem solchen Prozess, gehen wir gestärkt hervor.
 

Wenn Angst das Leben beeinträchtigt

Sind wir im Laufe unserer Entwicklung Umständen oder Ereignissen ausgesetzt, die uns tief ängstigten und für die wir keine zufriedenstellende Lösung finden konnten, so bleiben sie als ungelöste, innere Konflikte in unserem Unterbewusstsein abgespeichert. Unter bestimmten Bedingungen werden sie reaktiviert. Sie treten dann scheinbar unbegründet und übermäßig stark, entweder völlig unvorhersehbar oder in bestimmten Situationen und im Zusammenhang mit bestimmten Objekten auf und beeinträchtigen unser Leben erheblich.
 
Panikattacken werden als äußerst quälend und unaushaltbar erlebt. Die plötzlich auftauchende Angst die Kontrolle zu verlieren, zu sterben, verrückt zu werden und sich nicht in Sicherheit bringen zu können wird begleitet von Schweißausbrüchen, Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Übelkeit, Zittern und weiteren vegetativen Symptomen.
 
Schwere Angstzustände können auch Auftreten beim Aufenthalt auf großen Plätzen, in Menschenmengen, in Kaufhäusern, Verkehrsmitteln oder auf Reisen (Agoraphobie), sowie in sozialen Situationen, im Zusammentreffen mit anderen Menschen außerhalb des  Familienkreises (Soziale Phobie) oder sind beschränkt auf spezifische Situationen (z.B. Höhenangst), Tiere (z.B. Spinnenphobie) oder Handlungen (z.B. Fliegen).
 
Mit der Zeit entwickelt sich eine Angst vor der Angst. Die betroffenen Menschen ziehen sich zurück, um die Ängste möglichst zu vermeiden. Alle Lebensbereiche erfahren eine starke Einschränkung. Oft entwickelt sich eine depressive Symptomatik.
 
Die Generalisierte Angststörung zeigt sich in einer grundsätzlich sorgenvollen, von Befürchtungen geprägten Lebenshaltung, die alle Bereiche des alltäglichen Lebens betrifft.
 

Werden Sie wieder frei

Psychotherapeutische Interventionen helfen Ihnen dabei den Teufelskreis der Angst zu durchbrechen und sich wieder frei zu fühlen.
Ressourcen- und Selbstwertstärkende Methoden und Entspannungsverfahren dienen der Stabilisierung.
Nach sorgfältiger Abklärung der Ursachen, können verantwortliche Gedankenmuster erkannt und verändert und der Angst durch systematische Desensibilisierung Schritt für Schritt der Schrecken genommen werden, so dass Sie die Möglichkeiten, die Ihnen Ihr Leben bietet wieder voll ausschöpfen können.

Blume, die sich vom Dunkel der Angst abhebt